Suchmaschinenoptimierung (Abkürzung: SEO) ist die beste Methode um eine Webseite nach vorne zu bringen. Viele Unternehmen glauben, dass nur absolute Experten die „Geheimnisse“ von google kennen. Suchmaschinenoptimierung ist zwar in den letzten Jahren immer komplexer geworden, aber es gibt einige bewährte Methoden, mit denen Sie selbst Ihr Ranking verbessern können.

Mit folgenden 6 Schritten können Sie Ihre Webseite nach vorne bringen:

1. Keyword-Recherche

Dies ist der erste Schritt bei der Suchmaschinenoptimierung. Mit der Keyword-Recherche versucht man herauszufinden, welche Keywords oder Suchbegriffe vom User eingesetzt werden, um Ihre oder die Webseite Ihrer Konkurrenz zu finden. Diese Keywords sollten dann in den Texten auf der Website enthalten sein. Wenn Sie „Autoreparatur“ als Dienstleistung anbieten, sollte in den Texten natürlich das Keyword „Autoreparatur“ enthalten sein.

Hier einige Tipps:

  • Keywords mit hohem Suchvolumen und niedrigem Wettbewerb einsetzen
    Diese haben das höchste Potential für die Optimierung. Da die Mitbewerber das gleiche versuchen, wird aus dem niedrigen Wettbewerb dann manchmal ein „hoher Wettbewerb“.
  • „Long tail Keywords“ verwenden
    In diesem Fall hilft es, längere Keywords von 2-4 Worten zu verwenden. Auch wenn die einzelnen long-tail Keywords ein niedriges Suchvolumen haben, haben sie den Vorteil, dass der Wettbewerb niedriger ist und es einfacher ist, dazu die Webseite nach vorne zu bringen.
  • Analyse der Konkurrenz-Keywords
    Eine Analyse der Websites von Mitbewerbern zeigt deren Keywords und bringt neue Keyword-Ideen.

2. Technische Optimierung / Onpage Optimierung

Suchmaschinen verwenden eine spezielle Software, diese werden “Crawler” genannt. Mit den Crawlern „liest“ google den Text und den Code einer Website. Wenn der Crawler Probleme beim Lesen der Seite hat und nicht den ganzen Inhalt versteht, dann wird die betreffende Seite niedriger oder im schlimmsten Fall überhaupt nicht bei google ranken. Deshalb sollten die folgenden technischen Punkte geprüft und gegebenenfalls verbessert werden:

  • URL Struktur
    Diese sollte nicht mehr als 100 Zeichen haben und keine Sonderzeichen enthalten. So kurz wie möglich, aber auch so verständlich wie möglich. Negatives Beispiel: AH-Online-Marketing/seoistsupertoll/dashierliestdochkeiner15062015 und ein gutes Beispiel: AH-Online-Marketing/seo/mehr-besucher
  • Title Tag
    Dieser steht im Kopfteil der Website und sollte den Inhalt der Website genau beschreiben sowie die relevanten Keywords enthalten. Der title tag hat einen Einfluss auf das Ranking und die höchste Sichtbarkeit in den Trefferlisten. Jede Seite sollte einen eigenen Title Tag haben mit einer Länge von maximal 65 – 75 Zeichen.
  • Meta Description
    Diese steht im Kopfteil der Website und beschreibt prägnant die Inhalte der Website. Die Description ist nach dem Title Tag der erste Text bei den Google Suchergebnissen. Daher sollte der Meta Title immer informativ sein und zum Anklicken anregen. Eine Meta Description sollte maximal 150 Zeichen lang sein (inklusive Leerzeichen), damit der Text in den Suchergebnissen nicht abgeschnitten wird.
    Info: Technisch gesehen wird die Länge einer Description nicht durch die Zeichen bestimmt, sondern auf Pixelbasis berechnet.
  • H1 und H2 Überschriften
    Dies sind die Überschriften von Abschnitten der Website. Jede Seite sollte nur eine, einzigartige H1 headline tag haben. Diese Überschriften sollten maximal 100 Zeichen haben. Google gewichtet die H1 am höchsten, alle folgenden werden weniger gewichtet.
  • Name von Bilddateien
    Die relevanten Suchbegriffe sollten in die Beschreibungen von Bilddateien aufgenommen werden. Dadurch wird den Crawlern der Suchmaschinen die Identifikation der relevanten Keywords erleichtert.
  • Keine doppelten Inhalte
    Doppelte Inhalte verursachen ein Problem, wenn der exakt gleiche Inhalt auf einer Website unter zwei oder mehr verschiedenen URLs erscheint. Dies hat einen negativen Effekt auf das Ranking, weil die Suchmaschinen nicht wissen, welche Version sie in ihren Index aufnehmen sollen. Lösung: entweder den doppelten Inhalt entfernen oder redirections zwischen den verschiedenen Versionen erstellen.
  • Sitemaps
    Suchmaschinen verwenden das XML sitemap Protokoll, daher sollte eine Website eine XML sitemap enthalten. Nachdem die XML sitemap erstellt wurde, sollte sie an die google Webmaster tools weitergegeben werden, damit der ganze Inhalt der Website gelesen werden kann. Wichtig: wenn neuer Content hinzugefügt wird, muss auch die XML sitemap aktualisiert werden.
  • Mobile Optimierung
    Seit 21. April 2015 gilt die mobile Nutzerfreundlichkeit von Websites bei google als Ranking Faktor. Damit reagiert google auf den starken Trend, dass immer mehr Personen das Internet mit Smartphones oder Tablets nutzen. Die Änderung des Ranking Algorithmus wirkt sich nicht nur auf mobile Suchanfragen aus, sondern wird auf alle Suchergebnisse einen erheblichen Einfluss haben. Da alle Websites diesem Algorithmus unterliegen, ist eine separate mobile Website keine Lösung mehr. Stattdessen sollten Unternehmen ihre Website auf Responsive Design umstellen. Google bietet einen Schnelltest an, ob die eigene Website mobil optimiert ist: https://www.google.com/webmasters/tools/mobile-friendly/?utm_source=wmc-blog&utm_medium=referral&utm_campaign=mobile-friendly.

3. Usability

Suchmaschinen versuchen Ergebnisse anzuzuzeigen, die für den Nutzer hilfreich sind und seine Fragen beantworten. Daher berücksichtigen die Suchmaschinen, ob eine Seite für den Benutzer ansprechend und interessant ist. Google empfiehlt für eine Verbesserung des Rankings dass eine Website so gestaltet ist, dass die Benutzer sich dort schnell zurecht finden und alle relevanten Informationen einfach finden und die Inhalte teilen können. Folgende Usability Tipps sollten beachtet werden:

  • Allgemeiner Eindruck

Usability beinhaltet Punkte wie eine klare Benennung der verschiedenen Teile einer Website so dass Besucher einfach die gesuchten Informationen finden können. Wichtige Informationen sollten hervorgehoben werden und der Nutzer sollte leicht die Kontaktinformation finden können.

  • Ladegeschwindigkeit

Laut einer Studie von Searchmetrics (http://blog.searchmetrics.com/de/2014/09/07/rang-korrelation-ranking-faktoren-google-deutschland-die-wichtigste-seo-herbst-lekture-2014/) über die wichtigsten Rankingfaktoren in 2014 ist die Ladegeschwindigkeit einer Website ein wichtiger Performance-Faktor, der optimiert werden sollte.

  • Navigation:

Suchmaschinen zeigen oft mehre Seiten einer Webseite an, daher kommen manche Besucher nicht direkt über die Homepage. Eine klare Navigation, die die ganze Seite abdeckt ist wichtig, damit der Nutzer nicht auf einer Unterseite „festsitzt“ und nicht auf die anderen Seiten gehen kann.

  • Informationsarchitektur

Dies ist das Gerüst einer Website, von der aus alle anderen Aspekte aufgebaut werden wie Design, Funktion, Interaktion und Navigation.

  • Content Qualität

Einzelne Seiten sollten nicht mehr als 800 Wörter haben – ausgenommen Blogseiten. Die Inhalte sollten die für das jeweilige Thema relevanten Keywords enthalten, dies beeinflusst das Ranking einer Website positiv.

4. Content Marketing

Google aktualisiert seinen Algorithmus kontinuierlich um seinen Nutzern die besten Ergebnisse zu liefern. Dabei wird es für die Bewertung einer Website durch google immer wichtiger, ob sie hilfreichen, neuen und interessanten content enthält. Aus diesem Grund bildet qualitativ guter Content die Basis einer erfolgreichen SEO-Strategie. Unternehmen sollten in die Produktion von nützlichen und interessanten Inhalten investieren, hier einige Beispiele:

  • Unternehmens-Blog

Mit aktuellen Blog-Beiträgen erhalten die Nutzer der Website ständig neue, interessante Inhalte. Ein weiterer Vorteil ist, dass damit Links von anderen Webseiten generiert werden können. Blogbeiträge werden auch oft von Benutzern auf anderen Plattformen geteilt, dadurch wird die Autorität einer Website gestärkt.

  • Ebooks, Anleitungen, guides

Die Produktion dieser Inhalte erfordert einige Zeit und Aufwand, aber es lohnt sich, denn sie bringen neue Besucher auf die Website und sorgen für Linkaufbau.

  • Infografiken

Die Konzeption und Umsetzung ist aufwändig, aber sie bieten den Nutzern einen wirklichen Mehrwert und können ein gutes Mittel sein um backlinks zu generieren.

  • Videos

Video-Content ist ein aufwändiges aber auch sehr wirksames Content-Format, da Videos wesentlich häufiger in den sozialen Medien verbreitet werden als Texte. YouTube ist die zweitgrößte Suchmaschine nach google und daher sollten Unternehmen hier präsent sein. Video-Content lässt sich in verschiedene Typen wie Image-Video, Erklär-Video, Tutorials etc. einteilen. Vorab sollte eine Strategie erstellt werden im Hinblick auf Zielgruppe, Botschaft, Typ und Verbreitung des Videos. Ein Video stellt noch keine Content-Marketing dar, es sollte in eine übergreifende Strategie integriert werden.

Auch eine professionelle Umsetzung ist wichtig, denn ein schlecht gemachtes Video kann dem Unternehmens-Image eher schaden.

5. Social Media Strategie

Soziale Signale zählen inzwischen zu den wichtigsten Ranking-Faktoren. Daraus folgt, dass Unternehmen auf sozialen Medien aktiv sein sollten, um ihre Webseite nach vorne zu bringen. Hier die wichtigsten Schritte für eine erfolgreiche Strategie auf Facebook & Co.

  • Ziele für soziale Medien setzen
    Beispiele für Ziele: die Zahl der Besucher auf Facebook steigern, mehr Likes bei Facebook erhalten, bei YouToube mehr Kanalabonennten.
  • Die Zielgruppe analysieren
    Bevor man in sozialen Medien aktiv wird, sollte analysiert werden, welche User sich für die Produkte und Leistungen des Unternehmens interessieren.
  • Die passenden sozialen Kanäle auswählen
    Es gibt so viele verschiedene Plattformen, dass ein Unternehmen unmöglich auf allen erfolgreich sein kann. Deshalb ist es sinnvoll, 2-3 Kanäle auszuwählen, auf denen die Zielgruppe aktiv ist.
  • Einflußreiche Personen kontaktieren
    Personen mit vielen Fans auf Facebook oder Followern bei Twitter sind für die Verbreitung von Unternehmensbotschaften wichtig. Diese sogenannten „Influencer“ sollte man identifzieren und sich mit ihnen – falls möglich – verbinden.
  • Plan für Postings in sozialen Medien erstellen
    Für jeden Kanal sollte man einen Plan aufstellen, der enthält wie oft und welche Inhalte man dort posten will.

6. Linkbuilding

Links sind nach wie vor sehr wichtig, wenn man eine Webseite nach vorne bringen will. Das liegt daran, dass Links die Autorität und Glaubwürdigkeit einer Webseite steigern. Allerdings ist nicht allein die Anzahl Backlinks entscheidend, sondern immer mehr auch deren Qualität. Die Suchmaschinen können gekaufte Links und eine unnatürliche Linkstruktur erkennen. Daher sollte der Linkaufbau durch Inhalte erfolgen, auf die andere Websites deshalb verlinken, weil der Content interessant und nützlich für die Benutzer ist. Hier sind einige Techniken zum Linkaufbau:

  • Gastbeiträge auf anderen Blogs
    Die Gastbeiträge sollten eher wenig, dafür aber von hoher Qualität sein, denn ansonsten sieht sie Google als unnatürlich an.
  • Strategische Partnerschaften
    Durch eine Partnerschaft mit einem anderen Unternehmen ist es manchmal leicht, einen Link zu erhalten. Vorher sollte jedoch erst geprüft werden, ob der Link den Aufwand wert ist. Hier sind einige Arten von Kooperationen für den Linkaufbau:

    • Sponsorn eines Events
    • Bei einem Event sprechen
    • Geld an einen lokalen Wohltätigkeitsverein spenden
    • Den Mitarbeitern des Partnerunternehmens Rabatte einräumen
  • Testimonial über ein anderes Unternehmen abgeben
    Viele Unternehmen benötigen positive Aussagen ihrer Kunden, da diese eine wirksame Methode darstellen um Vertrauen aufzubauen. Man kann ein Testimonial abgeben über ein Unternehmen von dem man Produkte gekauft hat oder eine Dienstleistung in Anspruch genommen hat. Viele Unternehmen verlinken dann von ihrer Website auf dieses Testimonial.
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